25.10.2016 – 20:30 – El Cine Libertario presents: „Zero Days“

El Cine Libertario presents: „Zero Days“

anarchistisches Pop-Up Cinema
Filmvorführung und Diskussion
25.10.2016 – 20:30 Uhr – Kamenzer Straße 38

„Zero Days heißen in Hackerkreisen extrem rare Sicherheitslücken, die von einem virtuellen Angreifer zu weitreichenden Virusattacken genutzt werden können. Solche Lücken machen ein System extrem anfällig und Informationen darüber sind deswegen bei Hackern äußerst begehrt. Was sich zunächst anhört wie eine Anekdote aus einem Sci-Fi-Film, entpuppt sich zunehmend als erschreckende Realität. Computer werden zu Waffen. Im Jahr 2010 wurde bekannt, dass ein Malware-Programm namens Stuxnet gleich vier solcher Sicherheits-Lücken ausnutzte, um das iranische Atomprogramm zu sabotieren. Welche beunruhigenden, ganz realen Konsequenzen diese Möglichkeiten der Cyber-Kriegsführung bereits jetzt haben und in Zukunft haben werden, und wer das Stuxnet getaufte Malware-Programm auf iranische Zentrifugen losließ, darum geht es in Alex Gibneys Dokumentation, die sich in die ungeahnten Tiefen des Web 3.0 begibt.“


Beginn: 20:30 Uhr
Abendessen (Küche für alle) und Kino
Spenden sind willkommen

18.10.2016 – 20:30 – El Cine Libertario presents: „Surplus oder Konsumterror“

El Cine Libertario presents: „Surplus oder Konsumterror“

anarchistisches Pop-Up Cinema
Filmvorführung und Diskussion
18.10.2016 – 20:30 Uhr – Kamenzer Straße 38

„… der Film [will] auch keine Antworten liefern, sondern Fragen aufwerfen und zum Nachdenken anregen. Für John Zerzan sind Werbespots die wirkungsvollste Kommunikationswaffe, die der Mensch erfunden hat: In weniger als 30 Sekunden wird der Empfänger der Botschaft zu einem gefügigen Sklaven gemacht und als eine Ansammlung solcher Spots ist der Film zu verstehen.

Wir sind dem Konsumterror ausgesetzt. Und „Surplus oder Konsumterror“ stellt den Versuch dar, die Kommunikations-Sklaven der ersten Welt – ein Fünftel der Bevölkerung verbraucht vier Fünftel der natürlichen Rohstoffe – zum Nachdenken zu bringen …“

Mehr Informationen zur Dokumentation findet ihr hier.

Beginn: 20:30 Uhr
Abendessen (Küche für alle) und Kino
Spenden sind willkommen

Ja ist den noch Sommerloch?

Ja ist den noch Sommerloch?

Während Flüchtlingsheime brennen und Nazis Flüchtlinge durch die Straßen jagen ist mal wieder ein Sack Reis in Dresden umgefallen. Ein Plakat wird zur Provinzposse und hält das Tal der Ahnungslosen in Atem. Der „Gewaltaufruf“ in Form von gedrucktem Papier, hängend in einem Abgeordnetenbüro der Linken, ergatterte sich seinen heißbegehrten Platz im Medienboulevard* (Anm.d.Red: Mopo24 bleibt auch nach dem dritten Artikel weiterhin dran, danke für die Aufmerksamkeit!) . „Es hängt einfach so da, das Plakat“ [ http://www.sz-online.de/sachsen/der-tag-der-einheit-das-desaster-und-die-linken-3495301.html ]. Dieser Medienboulevard ist es, der gewaltbereite Rassist*innen in Bautzen verharmlosend „Einheimische“ nennt. Der aufgehetzte Pöbel ist natürlich sofort dabei wenn die „Lügenpresse“ wieder eine dieser linksversifften Storys liefert und weiß auch, dass Taten folgen müssen.

Wie es schon Springer schaffte Idiot*innen zu radikalisieren, schafft dies auch die Lokalpresse. Und so kommt es, dass um 10 Uhr am Abend ein älteres Pärchen zum Panzertape greift und das schändliche Plakat überkleben will. „KEINE GEWALT“ steht in Altmenschenschrift und Gaffa jetzt an der Scheibe des Büros. Schnappatmend schreit die Frau die Polizei rufen zu wollen – ihr Mann denkt noch über die begangene Sachbeschädigung an der Scheibe und eine Selbstanzeige nach – alles im Namen der Demokratie. Man hat ja damals auch „Wir sind das Volk“ gerufen und ist nun für Dialog statt Gewalt – deswegen auch dieser konstruktive Gaffaangriff. „Ich schreib euch alle auf meine Liste!“ – und da ist er wieder, der kleine ostdeutsche Mann, der es nicht anders kennt mit politisch Andersdenkenden umzugehen, außer Volkspolizei zu rufen und seine IM-Tätigkeit zu perfektionieren. Man wähle auch „die Linke“ und finde das gar nicht okay mit dem Plakat (das brennt ein Haus!!!1!), deswegen wird auch eine Anzeige erstattet.

Und tatsächlich müssen zwei Beamt*innen der Staatsmacht um 1 Uhr am Morgen die Beweisaufnahme führen – man hat ja sonst nichts zutun, das muss wohl diese Belastung sein von der Innenminister Ulbig immer spricht. Sonderkomission „Photoshop“ sitzt nun vor einem dunklen Foto mit Blitzreflektion der Scheibe und versucht vermeindliche Fingerabdrücke auf dem Plakat zu entdecken. Die Beamt*innen beschäftigt nur die eine Frage: Wer war es? Wer hat dieses Gewaltfordernde Plakat in einem kleinen Büro in der Neustadt aufgehängt? Gibt es Hintermänner, Hinterfrauen oder Hinterkatzen – wer hat etwas gesehen? Es wird beschlossen einen verdeckten Plakatierungsermittler einzuschleusen, um auch mögliche folgende Taten verhindern zu können. Die Öffentlichkeit müsse ja vor diesem „harten Kern der militante linksradikalen Szene“ geschützt werden … mit allen Mitteln. Vielleicht haben wir ja noch irgendeinen ausrangierten Alt-Nazis irgendwo rumsitzen, dem reichen 1000 € im Monat für die Spitzelarbeit – was soll schon passieren, hat ja bisher immer gut geklappt. Während die SOKO rasterfahndet, stehen schon wieder 5 Besorgte vor dem Schaufenster – ich sitzt hinter der Scheibe mit Popcorn und genieße die Show der Wutbürger*innen … schöne kleine Welt denk ich mir.

So viele überflüssige Worte – kurz gesagt: Sachsen, keine anderen Probleme? Halts Maul!

Die Redaktion hat sich bemüht, die Stimmen der lokalen und bundesweiten Politprominenz einzufangen. Das sagen „Prominente“ zu dem Plakat und der darauf bezogenen Berichterstattung:








31.05.2016 – 21:00 Uhr – El Cine Libertario presents: „Plug and Pray“

El Cine Libertario presents: „Plug and Pray“

anarchistisches Pop-Up Cinema
Filmvorführung und Diskussion
31.05.2016 – 21:00 Uhr – Kamenzer Straße 38

Plug and Pray
Ist der Mensch eine Maschine aus Fleisch? Joseph Weizenbaum, Computerpionier und Kritiker des technologischen Größenwahns, tritt an zu seinem letzten Duell mit Raymond Kurzweil und Hiroshi Ishiguro, den Schöpfern von Robotern, die uns ersetzen sollen. Eine faszinierende Reise zu den Laboratorien der künstlichen Intelligenz in USA, Japan, Deutschland und Italien.

Schon seit der Antike träumt die Menschheit von intelligenten Maschinen. Die Erfindung des Computers und das atemberaubende Tempo des technologischen Fortschritts scheinen die Realisierung dieses Traums in greifbare Nähe zu rücken. Wissenschaftler und Ingenieure auf der ganzen Welt arbeiten an der Entwicklung von intelligenten Robotern, die Einzug in alle Lebensbereiche des Menschen halten sollen. Roboter sollen die Wohnung putzen, auf die Kinder aufpassen, die Hilfsbedürftigen pflegen… Bereits jetzt finden wir vielerorts Computer, wo uns eben noch ein Mensch begegnet ist. Doch die ultimative Vision geht noch viel weiter: Die Verschmelzung von Mensch und Maschine soll uns ermöglichen, die biologischen Fesseln der Evolution abzulegen und schließlich unsterblich zu werden. Der Film taucht ein in eine Welt, in der Computertechnologie, Robotik, Biologie, Neurowissenschaft und Entwicklungspsychologie verschmelzen. Doch ausgerechnet einer der Pioniere der Computerentwicklung und der künstlichen Intelligenz, der ehemalige MIT-Professor Joseph Weizenbaum, hat sich zum schärfsten Kritiker dieser technologischen Allmachtsvisionen entwickelt. Er betrachtet die weit verbreitete Ansicht, die Natur sei mit Hilfe der Wissenschaft vollkommen zu erfassen und somit objektiv berechenbar, als katastrophale Fehlentwicklung des menschlichen Denkens. Weizenbaum, der Schöpfer von ELIZA, dem ersten Spracherkennungsprogramm überhaupt und somit der Mutter aller Chatbots, wurde Zeuge, wie der Mensch innerhalb weniger Jahrzehnte dem Computer immer mehr Aufgaben und sogar Entscheidungen anvertraute. Unbeeindruckt vom durch grenzenlose Fortschrittsgläubigkeit geprägten Zeitgeist fragt er: Brauchen wir das alles? Welches Menschenbild liegt diesen Ideen zugrunde?

Beginn: 21:00 Uhr
Für Küfa und Getränke ist gesorgt
Spenden sind willkommen

Libre Libertad – Bildet euch, bildet Andere, bildet Banden

Libertäre Biblithek – Wissen zur Verfügung stellen

Libre Libertad – Bildet euch, bildet Andere, bildet Banden

Wir freuen uns mit „Libre Libertad“ ein neues antiautoritäres Projekt in unseren Räumen begrüßen zu dürfen. Die libertäre Bibliothek stellt Veröffentlichungen linker sozialer Bewegungen nach 1945, sowie geisteswissenschaftliche Literatur und Belletristik zur Verfügung. Der gesamte Bestand kann ausgeliehen werden und ist für alle Menschen kostenlos zugänglich.

Das Büchereiprojekt ist Teil der linken undogmatischen Zusammenhänge. Durch die Bewahrung und Erschließung alternativer politischer Literatur wollen die Aktivistinnen* eine Basis für die Auseinandersetzung mit historischen Zusammenhängen bieten. Darüber hinaus schaffen sie Raum für gemeinsame Diskussionen. „Libre Libertad“ ist der Auffassung, dass emanzipatorische Bewegungen nur dann Erfolg haben können, wenn sie bereit sind aus den Fehlern und Erfolgen der Vergangenheit zu lernen. Das gilt auch und nicht zuletzt für eine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus.

Ausleihkonzept:
Grundsätzlich kann der gesamte Bestand der „Libre Libertad“ ausgeliehen werden. Für die Ausleihe ist kein Benutzerausweis erforderlich. Buchtitel, sowie (Nick-)Name der Ausleiherinnen* werden eigenverantwortlich in einer Liste vermerkt. Die Ausleihe ist kostenlos. Die maximale Leihfrist beträgt 2 Monate.

Grundidee libertärer Bibliotheken ist die Betrachtung von Publikationen als konserviertes Wissen. Lehnt man das Grundkonzept von Eigentum, als Herrschaftskonstrukt ab, so kann die Konsequenz nur sein, eben diese Ansprüche auch nicht auf (konserviertes) Wissen zu erheben.
Die Prämisse lautet somit: Wissen nicht horten, sondern verbreiten!

Libertärer Wissensaustausch lebt von Teilnahme und Teilhabe. Habt ihr also Bücher zu Hause, die ihr bereits gelesen habt oder die nur im Regal stehen, dann bringt diese in unsere Räume in die Kamenzer Straße 38 und stellt euer Wissen zur Verfügung. Die Bücher werden pfleglich und sorgfältig behandelt, also genau so, wie man sich das für „eigene“ Bücher wünschen würde.

Die „Libre Libertad“ beabsichtigen perspektivisch den öffentlichen Bestand zu erweitern und in neue Räume auszulagern. Die Räume des „KamBack“ ist eine vorübergehende Heimat und freut sich, als solche einen Beitrag zu diesm Projekt leisten zu können.

Habt ihr Fragen, Anregungen oder Kritik an das Projekt, dann wendet euch gern unter dem Betreff „Libre Libertad“ an die Verantwortlichen der Projektgruppe KamBack. Wir stellen sicher, dass die Botschaften die Aktiven erreichen. Under Kontaktformular findet ihr hier.